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Radiobericht eines Flüchtlings

Zekarias Kebraeb, aus Eritrea geflohen – 27.01.2015

Er wäre im Dornengestrüpp fast erblindet, in der Wüste fast verdurstet und im Mittelmeer fast ertrunken. Mit 17 hat Zekarias Kebraeb die lebensgefährliche Flucht aus Afrika angetreten – und ist heute deutscher Staatsbürger So schrecklich und erniedrigend die Erlebnisse mit geldgierigen Schleppern, bewaffneten Soldaten und den Naturgewalten auch waren – genauso zermürbend war auch das Warten auf ein neues Leben in Europa. Zum Nichtstun verdammt, vegetierte er jahrelang zwischen anderen Flüchtlingen in Auffanglagern und Heimen oder auf der Straße, hatte keinen Zugang zu Deutschkursen oder Arbeitsmöglichkeiten und lebte in der ständigen Angst, wieder abgeschoben zu werden.

Eine Ausbildung konnte er nur machen, indem er gegen die so genannte Residenzpflicht verstieß und sich damit ein Strafverfahren einhandelte. Nach unzähligen bürokratischen Kämpfen lebt er heute ein fast ganz normales Leben in Nürnberg. Zekarias Kebraeb wünscht sich, Journalist zu werden und bei der Befreiung und beim Wiederaufbau seines Landes zu helfen.