Kategorie-Archiv: Job, Arbeit, Ausbildung

Projekt 2

Arbeit und Beschäftigung für alle

Job oder Ausbildung? Helfer oder Facharbeiter? Praktikum oder Einfühlungsverhältnis?

Die meisten zu uns kommenden Asylbewerber wünschen sich eine Arbeit. Einige sind auch schon sehr gut qualifiziert, jedoch sind die mitgebrachten Qualifikationen oft nicht ausreichend oder passend zu den bestehenden Anforderungen in Deutschland.

Das noch sehr kleine, aber beständige Team “Arbeitsaufnahme“ in Schwabhausen fördert das Verständnis und klärt Asylbewerber auf über geeignete und vor allem legale Wege.

Wir informieren und zeigen mögliche Wege zu eigenständig definierten Zielen auf.
Dies fordert viel Willenskraft, Disziplin und Durchhaltevermögen, wobei wir die Asylbewerber unterstützen und immer wieder aufs Neue motivieren.

Wir zeigen Chancen auf, besuchen Jobmessen, schauen auf „Berufe TV“ Filme zur beruflichen Orientierung, kümmern uns um berufliche Förderungen, arbeiten mit den unterschiedlichen Behörden, den Innungen, der IHK und der HWK zusammen,
veranstalten eigene Workshops.

Einmal in der Woche bieten wir eine Infostunde an, in der sich Asylbewerber Schritt für Schritt proaktiv auf den Weg in eine Beschäftigung machen können, unabhängig von Ihrer Herkunft und Bleibeperspektive. Unsere Flüchtlinge stammen aus Somalia, Eritrea, Syrien, Irak, Nigeria, Myanmar, Mali, Sierra Leone und Afghanistan.

Wir dürfen die Räume der VHS nutzen und die Rechner im JUZ in Schwabhausen,
ein optimales Angebot, um die Container zu verlassen und aktiv zu werden.

Wir suchen Unterstützer:
Für unser Team suchen wir ständig ehrenamtliche Helfer, Männer und Frauen,
die unsere Asylbewerber bei der Erstellung ihrer Lebensläufe unterstützen, ihnen
realistisch die Pro und Contras verständlich machen, Hilfe zur Selbsthilfe geben.
Hilfe, sich zu integrieren, von Sozialleistungen unabhängig zu werden und schulische und somit berufliche Chancen wahrzunehmen können.

Werden Sie ein Teil von uns!

Wir freuen uns auch über aufgeschlossene Unternehmer:

Geben Sie unseren Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen eine Chance!

Sie können uns unterstützen, indem Sie einen Asylbewerber mal für ein paar Stunden in Ihre Firmen und Arbeitsabläufe „hineinschnuppern“ lassen und dabei sich selbst eine Chance geben, Menschen  mit viel Potential kennenzulernen.

Wir betreuen selbstverständlich beide Seiten bei anfänglichen Unsicherheiten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Oder haben Sie noch Fragen?
Bitte melden Sie sich per Mail an hk_schwabhausen@web.de, oder auch telefonisch bei Astrid Perrotton 0171-5277266. Sie beantwortet gerne Ihre Fragen.

Weiterführende Links:
https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de
https://www.bildung-fuer-fluechtlinge.de

Was wir uns noch wünschen:
Mehr Mitbürger aus Schwabhausen und Umgebung als Unterstützer und Mitverantwortliche.

Feedback- Schätze heben: Integration junger Flüchtlinge in die duale Berufsausbildung

EMM-Veranstaltung zu jugendlichen Flüchtlingen in der Handwerkskammer
Schlagbauer: „Handwerk bietet Integration durch Ausbildung“
„Die aus den Krisenregionen zu uns kommenden Flüchtlinge haben ihre
Heimat nicht gerne verlassen. Jede dieser Personen stellt ein Einzelschicksal
dar. Wir dürfen diese Menschen nicht sich selbst überlassen“,
betonte Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer auf der Veranstaltung
der Europäischen Metropolregion München unter dem Motto
„Schätze heben: Integration junger Flüchtlinge in die duale Berufsausbildung“
am 10. Februar 2015 in der Handwerkskammer für München und
Oberbayern.
Von unserem System der beruflichen Bildung könnten die Flüchtlinge im
besonderen Maße profitieren, so der Kammerpräsident. Es sei gerade
das duale System, das seine Integrationskraft auch für diese Zielgruppe
entfalten kann. Durch die Verbindung der beiden Lernorte Betrieb und
Berufsschule könnten Auszubildende sofort Erfahrungen in der Wirklichkeit
bekommen. Schlagbauer: „Das Handwerk weist dabei noch besondere
Vorteile auf. Durch die Übersichtlichkeit kleinerer und mittlerer Betriebe
unter Führung eines pädagogisch geschulten Handwerksmeisters
kann auch auf spezifische Vorerfahrungen von Flüchtlingen eingegangen
werden, die beispielsweise eigene traumatische Erfahrungen durchleben
mussten.“
Grundvoraussetzung hierfür sei, dass die Rahmenbedingungen zur Integration
dieser jungen Menschen verbessert würden, erklärte Präsident
Schlagbauer. Dazu gehöre ein gesichertes Bleiberecht und zwar während
der Ausbildung und auch noch mindestens zwei Jahre danach, die
das Handwerk als „3+2-Forderung“ bezeichne. Als Bayerischer Handwerkstag
habe man sich damit bereits an die Staatsregierung gewandt.
Außerdem habe man im Bereich der Kommunalpolitik Aktivitäten entwickelt.
Schlagbauer: „Im Münchner Stadtrat setze ich mich dafür ein, dass
die jungen Menschen beispielsweise während der Ausbildung durch besonders
geschulte Personen begleitet werden und Möglichkeiten einer
sinnvollen Freizeitgestaltung erhalten.“ Zudem beschäftige die Handwerkskammer
zur Beratung und Vermittlung ausbildungsinteressierter
junger Flüchtlinge extra einen Ausbildungsakquisiteur.